Regionales Flächenkonzept für die Windenergie vorgestellt – Gebiete für die Windenergie erstmals im Regionalverband beraten
Am Dienstag (30.01.24) beriet der Planungsausschuss des Regionalverbandes Hochrhein-Bodensee erstmalig die Gebietskulisse für die Windenergie für die Region.

In diesem Jahr werden die Regionalverbände in Baden-Württemberg 50 Jahre alt. Grund genug, im Rahmen einer Feierstunde einen Blick auf die Geschichte, die Zukunft und die wichtigsten Instrumente der Raumordnung, der Landes- und Regionalplanung des Landes Baden-Württemberg zu werfen.

Anfang August (03.08.) hat die Landesregierung Baden-Württemberg eine neue Fassung der Planungsgrundlage Windenergie und Auerhuhn veröffentlicht. Danach müssen die Regionalverbände potenzielle Flächen für die Windernte im Blick auf den Schutz des Auerhuhns neu bewerten, da zusätzliche Flächen ausgewiesen wurden, auf denen artenschutzrechtliche Prüfungen in Bezug auf das Auerhuhn entfallen können. Das nun vorgelegte Papier ersetzt die bisherige, knapp ein Jahr alte Planungsgrundlage. Die Neufassung sieht jetzt an mehreren Stellen im Schwarzwald weitere Potenzialflächen vor, für die noch im letzten Jahr eine Zurückstellung empfohlen worden war. Diese können jetzt leichter für Windkraft genutzt werden. Fünf Regionalverbände müssen deshalb ihre bereits angelaufenen Planungen nachjustieren.

Gemeinsam mit dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg und dem Regionalverband Neckar-Alb arbeiten wir an Konzepten und Instrumenten für eine intergierte Siedlungs- und Mobilitätsentwicklung. Teil des Kooperationsprojektes waren Workshops mit zufällig ausgewählten Menschen in zwei Modellregionen, je eine im Hochrhein-Bodensee und der Region Neckar-Alb.

Die Zukunft gestalten und grenzüberschreitend die Zusammenarbeit in der Region Kreuzlingen-Konstanz stärken: So lautet die Devise der Städte und Gemeinden, die 2023 mit einem weiterentwickelten Agglomerationsprogramm durchstarten. Um das zu unterstreichen, haben sie eine selbstverpflichtende Charta unterzeichnet.

Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg, der Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände Baden-Württemberg und der Regierungspräsidien Baden-Württemberg —-
Das Land stellt digitale Daten der Raumordnung ab sofort allen Bürgern und Interessierten auf einem neuen Portal zur Ansicht und zum Download kostenlos zur Verfügung.

Nach intensiver und ertragreicher Vorarbeit kann das Netzwerk für nachhaltige Mobilität im Doppelkorridor Kandertal | Oberrhein der Agglomeration Basel starten. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative, stellen sich die zehn Netzwerkgemeinden ab April in den nächsten drei Jahren gemeinsam den Herausforderungen der Mobilitätswende im ländlichen Raum.

Windräder im grünen.

Der Planungsausschuss des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee empfiehlt einstimmig, in die Regionale Planungsoffensive Erneuerbare Energien einzusteigen. Ziel ist, im Regionalplan zusätzliche Gebiete für die Wind- und Solarenergie zu sichern.

Die Regionalverbände unterstützen die Landesregierung bei der Beschleunigung des Ausbaus von Erneuerbaren Energien. Am 17.03.2022 haben die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Nicole Razavi, MdL, und die Verbandsvorsitzenden der zwölf Regionalverbände in Stuttgart die „Regionale Planungsoffensive“ gestartet, um Flächen für Windenergieanlagen und Freiflächen-PV-Anlagen zu sichern. In einem ersten Schritt wurden nun landesweite regionale Planhinweiskarten „Windenergie“ und „Freiflächen-PV“ erarbeitet. Die Karten zeigen in einer leicht verständlichen Übersicht, wo bereits jetzt – aus regionalplanerischer Sicht – ein Ausbau der erneuerbaren Energien in den Regionen konkret möglich ist.

Windräder im grünen.

Das Land Baden-Württemberg hat die erste Stufe Bürgerbeteiligung gestartet, mit der die Regionale Planungsoffensive Erneuerbare Energien begleitet wird. Auch in der Region Hochrhein-Bodensee sollen im Rahmen der gemeinsamen Initiative des Landes und der Regionalverbände zusätzliche Gebiete für die Wind- und Solarenergie gesichert werden.